Die Energiepolitik bleibt eines der wichtigsten Felder eines souveränen Staats. Wer hier Kompetenzen abgibt und seinen Handlungsspielraum einschränkt, wird es bereuen (weltwoche).
Norwegen produziert so viel Strom, dass das Land praktisch autark wäre, entsprechend tief müssten die Preise für Private und Unternehmen sein – sind sie aber nicht.
Norwegen ist verpflichtet, seinen Strom in das europäische Stromsystem zu exportieren, und muss gleichzeitig die hohen Preise importieren, die aufgrund der volatilen und strukturell zu knappen Kapazitäten vor allem in Deutschland auf dem europäischen Strommarkt hoch
bleiben dürften.
Weil Norwegen nicht selbst über die Exportflüsse und Preise bestimmen darf, sitzt das EWR-Land in der Preisfalle.
Schweden und Frankreich denken darüber nach, aus dem EU-Strommarkt auszusteigen.
Das Stromabkommen mit der EU plant den grenzüberschreitenden Stromhandel. «Die Speicherseen in den Alpen werden zur Batterie für Wind- und Solarstrom aus Nord- oder Südeuropa», beschreibt Swissgrid das künftige Geschäftsmodell für die Schweizer Wasserkraft.
AntwortenLöschen"Norwegen war im Dezember 2024 von enormen Strompreissteigerungen betroffen, weil in Deutschland eine Windflaute herrschte und Deutschland sehr grosse Mengen an Strom von Norwegen importieren musste. Das Stromangebot in Norwegen wurde knapp und die Strompreise erhöhten sich um fast das Zwanzigfache."
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